Un noch ein´n: Dat Begehrn...

Dei Junge inne Bichte: „Ich begehre unseres Nachbarn Weib!“

Pastor is gans entsetzt: „Worüm dat denn?“

„Ja, sei backt väl bäter as use Mamme.“

 

 

Bit dann, seiht tou, hollt Jou munter un blievt gesund..!


‚n bäten wat för´t neie Johr...

Wat is dat för´ne Tied..? Sünd wi nur noch´ne Nummer..?

Harms Gerd ha maol woller Arger mit dei sog. Bürokratie.

Dat güng all los, as hei uppe Sporkassse köm.

Ein Wichtken, sporsaom antrucken, köm up üm tougewackelt.

Gerd säh ehr, dat hei´ne Räknung betaolen wull.

Dei lachde üm gans patent an un frög: „Welche Nummer bitte und wie möchten Sie es denn?“

Gerd keek ehr lange an un säh: „Schäm di wat. Haol ein´n van dei Kerls her...“

Nao´n Tiedlang köm dann einer an un frög:

„Möchten Sie eine Überweisung tätigen? An welche IBAN-Nr.?“

Gerd rischkede sick:

„Junger Mann, dat wick jou sergen. An den Iwan schick ick kien Geld.

Ick wull´ne Räknung an dei Genossen betaohlen.

Aower wenn gie bloos dumme Fraogen stellt, gaoh ick woänners hen!“

Un wäge was hei.

‚Ick kann wull eiers nao´t Finanzamt gaohn un dei Stüern betaohlen’ füllt üm in.

„Welche Steuernummer haben Sie?“ hörde hei fors.

Gerd wütt blass un dann knäterrot:

„Verdammt noch maol. Wat interessiert mi jou Nummernsalaot.

Ick bin Harms Gerd, dat mott reichen!“

 

Dei Beamte wör touers gans bestött. Hei versöchde et nochmaol un wiesde up sien Computer:

„Ich kann hier so nichts eingeben, dann gäbe es ein großes Durcheinander“,

mennde hei. Gerd schnaude trügge:

„Wat kann ick dorför, wenn dien Gehilfe dor dat döreinänner bring.

Dann schaff di ein´n an, dei dorvon kien Schetter krigg.“

Un stracks wör hei wer buten.

 

Dunn hen nao´n Supermarkt.

‚Dei häbbt vandaoge Soppenfleischk in Angebot´, ha siene Liese segg.

Hei ran anne Fleischtheke un spröök´ne Verkäuferin an.

„Haben Sie denn schon eine Nummer gezogen?“ frög dei fors...

Gerd säh nix mehr. ‚Dat is touväl’, dachde hei, ‚dat holl ick nich ut’.

Hei dreihde sick ümme un güng stracks nao Huus.

Siene Liese segh üm fors an, dat hei Arger hat ha.

„Sett di eiers eis´n lüttge Tied hen, dormit du tou Ruhe kummps“, säh sei.

Dat dö Gerd. Hei mök et sick in Sessel bequem.

Langsaom füllt dei Kopp biesiet un hei schlööp in.

Prombt füng hei an tou drömen. Natürlich van dei Nummereie.

Hei drömde, dat hei´n schworen Unfall hat ha.

As hei mit denn Krankenwaogen in´n Plaosterkassen (Krankenhuus) anköm,

stünd dor so´n richdigen Drachen van Oberschwester.

Dei schüddelde üm anne Schullern un säh: ‚Sie kommen hiernicht hinein.

Zuerst müssen wir Ihre Nummer haben.’

Gerd haude dei Hand biesiet un bruusde up:

„Verflixt nochmaol, ick häbb kiene Nummer. ick will kiene Nummer. Ick willl...“ - hei waokde up...

Siene Liese stünd vör üm un reef sick dei Hann`n.

„Worüm haus du mi, un wat schnacks du dor aal för ein Tüünkraom?

Kumm, staoh up, wi willt Kaffee drinken. Dann kummps wull sachte woller tou Verstand!“

Gerd bleev noch´ne Tiedlang sitten, schüddelde immer mit´n Kopp un säh tou sick sülwes:

‚Dat nähm ick mi för´t neie Johr vör: Ick will mi nich mehr aower jeden Schiet uprägen...’

Dor kann man nur toustimm´n - wör villich uck wat för us.?!

 

Bit dann, seiht tou, hollt Jou munter un blievt gesund..!


Däönkes van Batkes Jupp -15/17

Palmsönndag - wat wör dat fräuher bi us för´n Spektaokel...

Dat füng all´n half Johr vörut in Harfstdag an. Opa schneet sick in Holde Stöcke, schielde denn Bork af un stellde se ünnert Schuur, dormit dei  updrögen kunn´. Schöne Stöcke. Kunn´n wi Kinner uck bruuken... Dei eierste Arger..!

In Fräuhjohr wütten dei Stöcke dann ´trucken´ = mit´n scharpet Messer so fiene Faoden anschielt -´ne gans besünnere Technik!  Ick häbb dei maol ‚naobätert‘ = aal Fäöden sünd afräten. Dei nächsde Arger..!

Up´n Palmstock köm`n Appel. Dat möss so´n schönen roen wän. Weil wi bloos dei schrulligen Boskop han, mössen´se köff wern. Dei seegen so schön ut. Of dei uck wull so schmecken?  Dei nächsde Arger..!

Äöwer den Appel köm ein Struuk Buxboom. Dei wütt tousame mit´n n poor lüttge bunte Papierfäöhnken fastebunn´n. Disse Fäöhnkes wütten nao Palmsönndag woller trüggelegg för´t nächsde Johr. Miene Süster ha sei tou Wiehnachten in Sterne verbastelt. Dei nächsde Arger...

Palmsönndag güng dat dann nao dei Kinnermisse. Wer hätt denn schönsten Palmstock? Wenn inne Karken dei Palmstöcke sängt wütten, hülln wi denn gans hoch. Jeder wull dei höchsde wän. Dat wör´n Gerangel. Näben mi stellde sick ein Jung´ uppe Sitzbank. Dei dor achter seet, wütt dunn so dull un haude üm mit sien Palmstock up`n Kopp. Appel samt Buxboom flögen rünner - mitten in´Gang. Ein Theaoter...

Mien öllste Brouer ha immer masse Hunger. Hei köm nie mit´n heilen Appel woller nao Huus. Einmaol ha hei´n gans upäten un dor schnell´n Tübbeken woller updrückt. Us Lüttgen vertellde hei, dat dei ümmedööpt un nu ein Appel worn wör...

Wi hei dormit bi Huus dör´t Lock kaomen is (=wer glöwt dat) weit ick nich. Doch schnell wör´t vergäten. Mit´n poor Daoge köm dei Osterhaose... Denn bin ick uppe Schliche kaomen. Wie dat aflööp,  vertell ick Jou Ostern, wenn Gie bis us toun Kaffee kaomt...

Bit dann, seiht tou, hollt Jou munter, blievt gesund un kiekt woller rin..!